Freitag, 20. Februar 2015

Wir lesen gemeinsam "Bis ans Ende aller Tage"

Kathrin von Phantasienreisen und ich haben uns schon im Januar vorgenommen gemeinsam ein Buch von Jodi Picoult zu lesen. Schnell viel die Wahl auf "Bis ans Ende aller Tage".
Besonders anziehen an diesem Buch finde ich, dass man vorab gar nicht wirklich weiß, was für ein Thema im Buch behandelt wird.

Die Golds und die Hartes sind Nachbarn in einer wohlhabenden Stadt in New Hampshire und seit vielen Jahren eng befreundet. Ihre Kinder Chris und Emily wachsen miteinander auf. Von Kindesbeinen an sind sie unzertrennlich, bis sich diese innige Freundschaft in der Highschool in eine romantische Liebe verwandelt. Die Eltern sind zufrieden, da sie mit dieser Verbindung gerechnet haben. Doch dann bricht eine völlig unerwartete Tragödie über sie herein, die das Glück von Chris und Emily zerstört …
Quelle: Piper Verlag


Doch wer die Bücher von Jodi Picoult kennt, weiß, dass sie immer ein wichtiges und vor allem auch brisante Themen in eine stilvolle Geschichte packt. Gerade das sowie die flüssige und packende Schreibweise hat sie sehr schnell zu einer Lieblingsautorin von mir werden lassen.

 
Während Kathrin ihr Buch auf Englisch und digital liest, lese ich mein Printexemplar auf Deutsch. In den jeweiligen Kommentaren tauschen wir uns zu den einzelnen Abschnitten hier im Beitrag aus. Geplant sind auch ein paar Beiträge für euch - lasst euch dazu einfach überraschen.

Kommentare:

  1. Teil 1 - Der Junge von nebenan bis Gegenwart 1997

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    1. Der erste Abschnitt gefällt mir mehr als gut!

      Die vier Freunde und ihr inniges Verhältnis sind gut ausgewählt! Besonders Gus mit ihrer lockeren, frechen und offenen Art macht es leicht, sie gleich ins Herz zu schließen. Aber auch Melanie, die den kontrastreichen Gegenpart mit ihrer ruhigen Art gibt, finde ich symphatisch.

      Ist dir aufgefallen, dass in diesem Abschnitt vor allem das Augenmerkmal auf der Freundschaft der beiden Mütter liegt?
      Zwar werden auch die Männer ausführlich beschrieben, aber die Freundschaft wächst aus dem Zusammenhalt der beiden Frauen heraus und ihre beiden Männer werden eher miteingebunden.

      An James Hart habe ich etwas zu knabbern. Seine ernsthafte, strenge Art passt so gar nicht zu Gus finde ich, macht das Buch und die weitere Entwicklung der Figuren umso spannender!

      Die ersten Seiten sind nur so davon geflogen beim Lesen! Es kleben jetzt schon gut 20 Post Its auf den ersten hundert Seiten :D

      Dann die Schockmomente! Emily und Chris landen im Krankenhaus. Die Nachricht von Emilys Tod! Die Beschuldigung, dass Chris der Mörder sein soll. Die überraschende Wendung, dass beide sich umbringen wollten. Ein Selbstmordpackt, der schief gegangen ist, weil einer noch lebt.

      Doch sagt Chris wirklich die Wahrheit?

      Momentan sieht es für mich jedenfalls so aus, sonst wäre doch die Trauer nicht so groß. Außerdem waren die beiden jahrelang ein Paar.

      Und wie kommt es überhaupt, dass die beiden so einen Entschluß fassen konnten?

      Der Rückblick in die Vergangenheit der sich mit der Gegenwart abwechselt steigert zum einen die Spannung und bringt uns gleichzeitig die Figuren, ihre Gedanken und Handlungen näher.

      Ich bin gespannt, welchen Einfluß der Mord auf die Freundschaft der beiden Nachbarn haben wird. Wird man sich verzeihen können, oder werden die Anschuldigungen und Vorwürfe sowie der Schmerz zu groß dafür sein?

      Findest du es richtig, dass Chris nicht auf die Beerdigung von Emily durfte?
      Und was hältst du von Michaels Besuch bei Chris?

      Im Gegenteil zu seiner Frau glaubt er weiterhin an Chris Unschuld... Ich frage mich die ganze Zeit, ob ich mich eher wie Melanie oder wie Michael verhalten würde in so einer Situation und bemerke eine Tendenz zu Melanies Verhalten.

      Der Abschnitt endet mit Emilys Mutprobe, die auf die Männertoilette gegangen ist. Hier wird das nächste Unheil angedeutet. Ich glaube, es ist hat mit "The Creep" zu tun. Vielleicht hat dieser ihr auf der Toilette aufgelauert oder viel schlimmer noch, sie dort vielleicht sogar belästigt? Picoult schreibt ja, dass Emily ungewöhnlich lange dort bleibt...

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    2. So, heute nun, hole ich es endlich nach und schaffe es, meine Eindrücke mitzuteilen.

      Ich muss gestehen, ich war anfangs ein wenig irritiert, dass die Eltern (vor allem die Mütter) so im Fokus standen, wo es doch eigentlich um Emilys und Chris' Geschichte gehen sollte. Im Nachhinein betrachtet, kann man die Freundschaft der Eltern aber nicht außen vor lassen, da sie ja ein wesentlicher Grund dafür ist, dass Chris und Emily ein so inniges Verhältnis zueinander aufbauen konnten. Manchmal bekam mich beim Lesen das Gefühl, dass aber genau dieser Hintergrund vielleicht auch etwas gewesen sein könnte, was Emily unter Druck gesetzt hat: Von ihrer Geburt an war mehr oder weniger vorbestimmt, dass sie und Chris irgendwann ein Paar werden - die Familien haben es sich so ausgemalt und gewünscht und so ist es gekommen. Vielleicht hatte Emily das Gefühl, dass sie gar nicht sie selbst oder kein Individuum sein konnte, sondern sie und Chris immer nur als Paar gesehen wurden und als eine Art Sahnehäubchen auf der Freundschaft der beiden benachbarten Familien. Aber vielleicht interpretiere ich da völlig falsch (streich das "vielleicht" - bei Picoult liegt man mit seinen Vermutungen ja fast nie richtig ;) ).

      Gus und James finde ich auch extrem widersprüchlich. Mit Melanies Mann Michael versteht sie sich indes ganz gut. Nach Emilys Tod und den Beschuldigungen gegen Chris ist es ausgerechnet Emilys Vater Michael, der wie Gus an Chris' Unschuld glaubt, und die beiden stehen sich bei. Auch in der Vergangenheit gab es immer wieder kleine Momente, in denen Gus und Michael einen deutlich vertrauteren Umgang miteinander pflegten, als Gus und ihr eigener Mann. Ganz ehrlich: Ich würde mich nicht wundern, wenn sich zwischen Gus und Michael im Laufe des Buches mehr entwickelt.

      So oder so stelle ich auch mir - genau wie du - die Frage, ob die Freundschaft der Hartes und Golds dieses tragische Ereignis überstehen wird. Im Moment sieht es danach leider nicht aus.

      Ich bin zudem hin und her gerissen,was den Umgang der Eltern mit dieser Situation betrifft. Auf der einen Seite bestürtzt es mich, dass Melanie nach all diesen Jahren tatsächlich glaubt, dass Chris ihre Tochter ermordet hat, obwohl sie weiß, wieviel Emily ihm bedeutete. Andererseits würde wohl jede Mutter in so einer Situation Zweifel an der Unschuld eines Menschen haben, egal, wie gut sie diesen Menschen kennt.

      Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was wirklich vorgefallen ist. Ich bin mehr als sicher, dass Chris Emily nicht umgebracht hat. Aber so ganz glaube ich auch nicht an die Geschichte mit dem Selbstmordpakt. Jodi Picoult wartet ja am Ende ihrer Bücher immer mit einer Auflösung auf, mit der man nicht unbedingt gerechnet hätte und die in den vorangegangenen Kapitel oft nicht einmal zu erahnen wäre. Daher denke ich, dass auch hinter Emilys Tod etwas ganz anderes steckt, als bisher angesprochen wurde. Nur was???

      Tja, und was die Mutprobe auf der Toilette angeht... Die liegt ja schon einige Jahre zurück. Aber irgendetwas ist dort mit Sicherheit vorgefallen - Emily hat ja gezittert, als sie die Toilette verließ und die Aussage, dass alles in Ordnung sei, war eine Lüge, die sie versuchte, auch sich selbst einzureden. Ich bin gespannt, ob dazu irgendwann eine Auflösung kommt.

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  2. Gegenwart 1997 bis Vergangenheit April 1996

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    1. Ich sehe gerade, dass bei der Unterteilung den zweite Abschnitt überblättert habe.

      Da soviel geschehen ist, trage ich meine Eindrücke nun bis zum zweiten Abschnitt ein und ergänze die restlichen 30 Seiten dann später.

      Ich hatte zwischenzeitlich die nächste große Überraschung was Em angeht vergessen: Ihre Schwangerschaft!

      Momentan spricht ja wirklich so einiges gegen Christophs Unschuld!

      Durch die forensischen Untersuchungen wissen wir, dass Emily sich nicht selbst umgebracht haben kann. Dann Chris Geständnis beim Psychologen. Das es kein Selbstmordpakt war und er sich das hat einfallen lassen, weil er Angst bekommen hatte. Und das er sie eigentlich überreden wollte es nicht zu tun.
      Aber wenn man jemanden vom Selbstmord abhalten will, bringt man dazu doch keinen Alkohol mit. Und erst recht keine Waffe! Hier stinkt etwas gewaltig zum Himmel!
      Dann das Geburtstagsgeschenk von Emily zu Chris 18. Geburtstag! Da kommt ja auch Melanie der Gedanke: Wenn sie da schon ihren Selbstmord geplant hat, würde sie doch nicht noch so ein teures Geschenk kaufen. Zumahl sie es ihm ja nicht mehr geben könnte...

      Ich muss ehrlich sagen, ich bin hin- und hergerissen! Vor allem WILL ich merkwürdiger Weise Chris glauben. Geht es dir auch so?

      Auf der einen Seite sieht man ihre Entwicklung, wie beide zusammen groß werden, sich sogar in einander verlieben. Da ist dieses starke, innige Band zwischen den Beiden.
      Da ist Christophs Schmerz über den Tod von Emily.

      Oder sind das etwa Schuldgefühle? Was verheimlicht er? Das er etwas verheimlicht und das wir noch mit der ein oder andere Überraschung von Jodi rechnen können, vermute ich sehr stark!

      Dann Christophs Aussage, dass Emily etwas gequält hatte, was sie noch nicht einmal ihm anvertraut hatte.
      Meine Gedanken gehen in die Richtung, dass das Kind vielleicht nicht von Ihm ist? Vielleicht wurde Emily vergewaltigt?
      Irgendwie schlich sich dieser Gedanke nach folgendem Satz in meinen Kopf:
      "Einmal sagte sie mir, sie könne sich selbst sehen und auch das Leben, das sie sich wünschte - Kinder, Mann, ein Haus in einem ruhigen Vorort, Sie wissen schon-, daß sie aber nicht wüßte, wie sie von A nach B gelangen solle."
      S. 125

      Nun wurde Chris abgeholt. Wird angeklagt. Jetzt wird sich noch zeigen, ob Emilys Eltern ebenfalls klagen werden. Oder nicht.

      Nach der Szene, wo Melanie Chris mit dem Auto fast überfahren wollte, bin ich mir sicher, dass es auch auf eine Anklage ihrerseits hinauslaufen wird...

      Was mich etwas verwirrt hat, ist folgender Satz:
      "Lange nachdem er eingeschlafen war, lauschte Melanie immer noch den Liebeslauten ihrer Zimmernachbarn und versuchte sich vorzustellen, daß das Stöhnen aus ihrer Kehle kam."
      S. 145
      Wünscht sich Melanie an dieser Stelle mit James zu schlafen? Auf das Angebot ihres Mannes den beiden auch etwas zu hören zu geben, ist sie nicht eingegangen. Und dann folgte ja dieser Satz... Was denkst du?

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    2. Interessant finde ich die Familiensituation von James, bzw. die genaue Beschreibung, wie er aufgewachsen ist (auf den Seiten 164 und 165). Das gewollte Augenverschließen und schlimme Situationen wegignorieren. Es wird ja gesagt, dass er dagegen ist.
      Vieles in seinem Verhalten zeigt aber auf, dass es doch auf ihn übergegangen ist! Keine Berührungen oder gar Küsse in der Öffentlichkeit, keine Gefühlsausbrüche, keine Tränen.
      Mit Gus hat er sich hierbei in eine Persönlichkeit verliebt, die Offenheit ausstrahlt und so ganz und gar gegensätzlich wirkt!
      Das fasziniert mich, da es wieder das Sprichwort "Gegensätze ziehen sich an" untermauert.
      Aber auch für die Geschichte finde ich diesen Aspekt sehr interessant.

      Der plötzliche Gefühlsausbruch, als James meinte, Chris müsse wieder in die Schule.
      Das dann alles wieder besser wäre. In dieser Situation verschließt er doch wieder die Augen und möchte bestimmte Aspekte nicht ansprechen und geht lieber "in die Normalität" über.
      So blind, dass er sich aber in der Situation nicht zu helfen weiß (siehe den Anwalt) ist er ja nicht.

      Heftig fand ich bei ihm auch die Szene, wo Chris den Hasen bei der Jagd tötet und sich dann übergeben muss. Das ihm das vor dem anderen Jäger peinlich ist... Das zeigt wieder ganz gut, dass die Erziehungsmethoden seiner Eltern doch tief verankert sind...

      So, schnell weiterlesen ;)

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    3. Nun habe ich bis einschließlich April '96 gelesen und statt Antworten tauchen immer mehr Fragen auf.

      Wie du ja schon erwähnt hast, sprechen die Ergebnisse der forensischen Untersuchungen gegen Chris und wenn er redet, hat man immer das Gefühl, dass er nie die ganze Wahrheit sagt. Merkwürdig auch, dass ihn in bitterernsten Situationen ein Lachanfall überkommt: bei der Gedenkfeier zu Ehren Emilys, vor seiner ersten Anhörung, als er erstmals bewusst hört, dass ihm Mord an Emily vorgeworfen wird ... Was bringt ihn in solchen Situationen zum Lachen? Ist es Schock oder etwas anderes?

      Dennoch glaube ich an Chris' Unschuld. Wie er über Emily denkt und spricht - da fällt es mir schwer, anzunehmen, dass er der Liebe seines Lebens so etwas antun würde.

      Mittlerweile kommen mir auch Zweifel daran, ob Emily tatsächlich schwanger war. Ich glaube eher, dass auf jeden Fall ihre psychische Gesundheit reinspielte - vielleicht auch resultierend aus einem traumatischen Erlebnis (z.B. damals auf der Herrentoilette bei McDonalds): Sie verletzt sich selbst, nachdem sie Chris mit Donna gesehen hat und dann diese Äußerung, dass es sich für sie nicht richtig anfühlt, wenn Chris und sie sich körperlich zu nahe kommen, dass der Gedanke an Sex sie eher abstößt, obwohl sie Chris so sehr liebt. Ich bin gespannt, was dahinter steckt und hoffe, dass wir in den kommenden Kapiteln noch mehr über Emilys Gedanken und Gefühle erfahren.

      Was die Jagd betrifft: Irgendwie ist das Schießen im Buch generell ein wichtiger Bestandteil. Chris' totkranker Hund wird vom Vater erschossen, dann diese Jagd und nicht zuletzt Emilys Tod durch eine Schusswaffe.

      Und Melanie ... die kann ich das ganze Buch über schon schwer einschätzen. Ich habe bei ihr immer das Gefühl, als wäre sie mit ihrem Leben unglaublich unzufrieden. Ob sie sich zu James hingezogen fühlt? Weiß ich nicht. Bisher gab es kaum Stellen, aus denen ich so etwas ableiten könnte, allerdings ist diese Geschichte mit dem Belauschen von Gus und James schon merkwürdig.

      Was mich in Alarmbereitschaft versetzt hat, war das Gespräch zwischem dem Journalisten und Melanie nach Chris' erster Anhörung. Er will ja unbedingt eine Titelstory - und nutzt es schamlos aus, dass Melanie in diesem Moment von Gefühlen überrumpelt und voller Wut ist. Sollte Melanie sich wirklich darauf einlassen, fürchte ich, wird es wohl noch einen richtigen Knall geben ...

      Neben all den tragischen, dramatischen und anderweitig negativen Geschehnissen muss ich aber auch einmal etwas Schönes hervorheben: Ich habe es sehr genossen, zu lesen, wie Chris und Emily in der Silvesternacht von Freunden zu einem Liebespaar werden. Das war so unglaublich authentisch und liebenswert beschrieben und nachdem man erlebt hat, wie die zwei zusammenaufgewachsen sind und sie ganz langsam leise Gefühle füreinander entwickelten, war das ein schöner Moment, der sehr gut zu ihrer gemeinsamen Geschichte gepasst hat. :)

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  3. Vergangenheit April 1996 bis Vergangenheit 1997

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    1. Ich stecke zwar noch mittendrin in diesem Abschnitt, aber muss meine ersten Gedanken einfach schon einmal loswerden.

      Chris hat die ersten Tage in Haft hinter sich - und dort geht es schon ganz schön hart zu (wenn auch nicht ganz so heftig wie in Picoults "Die Wahrheit meines Vaters"). Schon nach den wenigen Tagen merkt man, wie Chris sich verändert hat: Er ist nun total in sich gekehrt, geht seiner Familie gegenüber auf Distanz, überlegt genau,was er sagt und was er für sich behält ... Heftig fand ich auch, wie er seinen Vater zurückgewiesen hat, als er ihm sagte, er solle ihn nicht mehr im Gefängnis besuchen und seine Mutter soll in Zukunft allein kommen. Da fragte ich mich auch, woher diese Wut gegenüber seinem Vater kam. Liegt es allein daran, dass sein Vater kein Mitgefühl zeigt und nicht an Chris' Unschuld glaubt oder hat der Zorn noch andere Ursachen?

      Baff war ich zudem, als der Anwalt Chris besucht hat. Der scheint sich null dafür zu interessieren, Chris zu helfen. Was ist das denn für ein Anwalt, der nicht mal die Sicht seines Klienten anhören möchte???

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    2. Geste habe ich den Abschnitt des Buches beendet. Und woah! Diese Kapitel waren für mich die bisher heftigsten im ganzen Buch! Erst die Schilderungen von Chris' Aufenthalt im Gefängnis, dann Emilys Teil der Geschichte... Und nicht zuletzt die Fronten, die sich immer mehr zwischen den Eltern zuspitzen: Der Pressebericht auf Basis von Melanies Aussagen, der dafür sorgt, dass Gus im Ort Zielscheibe von Lästereien und missbilligenden Blicken wird; Melanie, die Emilys Fotos und den Pullover von Chris sowie Emilys Tagebuch verbrennt; James, der seinen Sohn quasi verleugnet - und auf der anderen Seite Gus, die eisern an Chris' Unschuld glaubt sowie Michael, der wie Gus' denkt und sich indirekt gegen seine Frau stellt...

      Mir tat es aber vor allem weh, zu lesen, was Emily zugestoßen ist und wie sehr dieser Moment rund 10Jahre später noch immer ihr Denken und Fühlen prägt, wie sehr sie darunter leidet und dass dieser A***** ihr ein solches Trauma beschert hat, dass sie noch so viele Jahre später ihrem Leben ein Ende setzen wollte und sich nicht einmal traute von einem männlichen Arzt behandelt zu werden. Das brach mir mit jeder weiteren Zeile das Herz, vor allem da Emily auch immer noch sich selbst eine Mitschuld gab.

      Doch die Frage, ob sie wirklich Selbstmord beging, ist noch immer nicht geklärt.

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  4. Vergangenheit September 1997 bis Vergangenheit Oktober 1997

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  5. Vergangenheit Oktober 1997 bis Vergangenheit 7. November 1997

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  6. Vergangenheit 7. November 1997 bis zum Ende

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