Dienstag, 7. Januar 2014

Seit du tot bist - alles woran du dich klammern kannst, ist deine Hoffnung!

Seit du tot bist 

von Sophie McKenzie

erschienen im Heyne Verlag













Geniver verlor vor acht Jahren ihr Kind. Das Mädchen sei tot zur Welt gekommen, hieß es. Seit dieser Zeit wird Sie die bösen Geister der Vergangenheit nicht mehr los. Das damalige Ereignis prägt ihre Zukunft. Nach etlichen Versuchen kann Geniver auch mithilfe von künstlicher Befruchtung keine Kinder bekommen und ihre Karriere als Autorin liegt brach. Eines Tages wird Sie zu Hause von einer fremden Frau aufgesucht, die behauptet, ihre Tochter würde noch leben. Auf diese Nachricht reagiert Sie zunächst mit Skepsis... die nach und nach der Hoffnung Platz macht. Und so fängt Geniver an, in der Vergangenheit zu graben. Doch das passt manchen aus ihrem Umfeld gar nicht und für Geniver wird es ziemlich gefährlich! 


Die Handlung hält sich nicht mit ausschmückenden Details auf und katapultiert uns mitten in die Geschichte. Fand ich ungewöhnlich, aber nicht schlecht. Dieses schnelle Vorgehen zu Anfang verliert sich jedoch ebenso schnell. Es werden Seiten um Seiten nichtssagend gefüllt. Nichtssagend, da Sie weder zur eigentlichen Geschichte beitragen, noch die Geschichte bereichern und schon gar keine Spannung damit erzeugt wird. 

Was ich an Thrillern besonders liebe, ist es, wenn der Autor/ die Autorin mit uns Katz und Maus spielt. Hier wird eine Spur gelegt, dort ein paar Informationen eingetreut. Verdachtsmomente werden intelligent eingesetzt und idealerweise gibt es am Ende noch eine überraschende Wendung.

Das hat mir bei McKenzie's "Seit du tot bist" leider komplett gefehlt. Nach cirka einem Drittel der Geschichte wußte ich grob worauf die Geschichte hinauslaufen wird. Und dann noch Geniver! Sie ist naiv und läuft entsprechend blauäugig durch die Geschichte. Kennt ihr das Gefühl ihr müsstet den Protagonisten in einer Geschichte an den Schultern packen und mal so richtig durchschütteln? So ging es mir diverse male bei Geniver. Statt cleveren Überlegungen stolpert Sie durch die Geschichte, beschuldigt ihr Umfeld und bereut es im selben Moment (?!) da XY doch so lieb ist...
Höhepunkt (Wortwitz) der Geschichte ist, dass Sie irgendwann mit einem Typen im Bett landet. Inwieweit das der Geschichte helfen sollte, frage ich mich noch beim Schreiben der Rezension. Spätestens in zwei Tagen habe ich die komplette Handlung vergessen. Schade!



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