Dienstag, 26. November 2013

Die wundersame Geschichte der Faye Archer - wird sie auch dich in ihren Bann ziehen?

Die wundersame Geschichte der Faye Archer

von Christoph Marzi

erschienen im Heyne Verlag












"Manche Geschichten", sagte der junge Mann, "sind wie Melodien." 
S. 28
Mit diesem Satz fängt alles an. Es ist ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag im Buchladen für Faye. Bis ein Kunde den Laden betritt und diesem Satz sagt. Da weiß Faye, dass dieser Tag ganz besonders wird, weil Sie einen besonderen Menschen begegnet.
"Nichts an diesem speziellen Moment war ungewöhnlich oder gar außergewöhnlich. 
Zugleich aber spürte Faye, dass dieser Augenblick irgendwie anders war. Anders als gewöhnlich. In einem Kinofilm hätte jeder Zuschauer gewusst, dass jetzt etwas passierte. Etwas, was wichtig war. Schon allein die Filmmusik hätte darauf hingewiesen. Faye Archer aber lebte in keinem Film, und so ahnte sie, sah man von einem komischen Gefühl ab, nichts von alledem."
S. 28
Doch das Schicksal verhindert das Kennenlernen an diesem Tag und doch wieder nicht. Denn Alex, der Kunde, hat sein Skizzenbuch vergessen.
Faye stöbert ihn daraufhin bei Facebook auf und beginnt mit ihm Nachrichten zu schreiben, die nach und nach vertraulicher werden und in denen Faye ihre Vergangenheit ausbreitet und Einblicke in ihre Gegenwart gewährt. Auch Alex berichtet offen und ehrlich. Das zumindest glaubt Faye oder will es glauben. Bis sie ihn zufällig begegnet. Und das, obwohl er gar nicht in der Stadt sein sollte... Was verheimlicht Alex ihr? Und warum?

Der lockere und phantasievolle Schreibstil von Christoph Marzi hat mich gleich zu Beginn in seinen Bann gezogen. Er hat es geschafft, der symphatischen Faye Archer mit seinen Zeilen soviel Leben einzuhauchen, dass Sie mir über 381 Seiten zu einer sehr guten Freundin geworden ist. Man kann einfach nicht anders, als mit ihr mitzufiebern, ob etwas aus der Geschichte mit Alex und ihr wird. Dabei war meine Empathie zu Faye so stark, dass ich, sobald Alex im Text erwähnt wird, nervös wurde, manchmal misstrauisch, dann wieder hoffnungsvoll. Hut ab Herr Marzi für dieses gelungene Werk!

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