Samstag, 17. August 2013

Die Ballade der Trockenpflaumen - Italiens berühmte Bloggerin und ihre Geschichte

Die Ballade der Trockenpflaumen

von Valeria di Napoli

erschienen im Ullstein Verlag








Valeria di Napoli, geboren 1981, ist durch ihren Blog "Pulstatilla" in Italien zu einer Berühmtheit geworden! "Die Ballade der Trockenpflaume" hat sich dort bereits über 100.000 mal verkauft. Ihr derzeitige Wohnort ist Rom und neben ihrer journalistischen Tätigkeit, schreibt sie Drehbücher, Comics und Bücher. (Diese Informationen kann man dem Klappentext entnehmen.)

Sofort ins Auge, fällt das ausgefallene Cover von semper smile, welches ein junges, sommersproßiges Mädchen mit Pilotenbrille zeigt. Eine stilistische Sprechblase enthält den Titel des Buches.

In der heutigen Zeit wo jeder eine eigene Identität im Web aufbaut, jeder Dritte sogar seinen eigenen Blog hat, ist es gar nicht mehr so erstaunlich, dass man damit sogar weltweit bekannt wird, wie uns Frau Valeria di Napoli alias Pulsatilla beweist.

Frische, freche, humorvolle, aber auch anregende Gedankengänge der Autorin machen dieses Buch aus und zeichnen ihren lebensfrohe Art zu schreiben.
"Wenn es nach mir ginge, würde man das Marketingprinzip umkehren zu: Kekse ohne Salz, ohne Hefe, ohne Eier, ohne Zucker und ohne Milch (man könnte auch sagen: ohne Keks) kosten das Dreifache der guten alten fetttriefenden und kalorienstrotzenden Mulino-Bianco-Kekse, und genau deswegen kann ich nicht umhin, sie mit der moralischen Überlegenheit einer Betschwester in mein Wägelchen zu packen. Was die Schuhe betrifft, halte ich es mit dem alten Einstein, der einen ganzen Kleiderschrank voll mit absolut identischen Anzügen hatte. Ich habe einen Schrank voll mit absolut identischen schwarzen Stiefeln und absolut identischen schwarzen Springerstiefeln, drei von jeder Sorte, also insgesamt sechs Paar Schuhe, die nicht voneinander zu unterscheiden und dazu unterschiedslos langweilig sind. Ihr Mehrwert - für die Augen unsichtbar, wie der Kleine Prinz so schön sagt - besteht darin, dass bei ihrer Herstellung kein einziger Wal harpuniert, nicht eine Robbe inkommodiert und kein noch so kleiner Panda beim Knabbern seines Bambusrohrs gestört wurde."

Die Einblicke in ihre Kindheit wecken bei mir wieder Erinnerungen an lang vergessenes Spielzeug (zeitlich liege ich nur 5 Jahre vom Alter der Autorin entfernt), wie zum Beispiel My Magic Nursery. Bei dieser Puppe wußte man beim Kauf nicht, ob es ein Mädchen ist oder ein Junge. Dies konnte man durch herunternehmen der Haube oder durch die Wasserprobe erfahren. Hierzu wurde das Baby in eine Wanne gelegt, die Windel ging auf und man erhielt eine eingeschweißte Geburtsurkunde die dann das jeweilige Geschlecht preisgab. Ebenso musste ich bei der Erwähnung von Miss Make-up und Miss Dress-up herzhaft lachen.

Leider war nicht jedes Kapitel für mich aufregend und lesenswert, was hier nicht weiterschlimm ist, da man einfach zum nächsten springen kann, da die Kapitel unabhängig zueinander stehen und in sich selbst geschloßen sind.

Alles in allem, ein Buch für zwischendurch zum Abschalten und Lachen. Ich vergebe 3 von 5 möglichen Kunos.


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