Mittwoch, 29. Mai 2013

Das Geständnis - Wettlauf mit der Zeit

Das Geständis

John Grisham

erschienen im Heyne Verlag


 Leseprobe



Eine Geschichte die zum Nachdenken anregt!

Diesmal möchte ich mich nicht lang aufhalten, mit einem Covereindruck, denn es ist mir egal wie dieses aussieht, auf den Inhalt kommt es an!

John Grisham schreibt in seinem neuen Justizroman „Das Geständnis“ über die Todesstrafe. Ein Thema womit sich jeder beschäftigen sollte, ein Thema so traurig und unfassbar wie die Existenz dieser! Dieses Buch hat bei mir erwirkt, genauer über das Thema nachzudenken.

Wieso gibt es eigentlich die Todesstrafe? Amnesty International setzt sich für Menschenrechte ein. Somit hilft die Organisation unter anderem Menschen, denen die Todesstrafe bevorsteht und ihren Angehörigen. Hier kann man sich allerlei Informationen aus glaubhafter Quelle holen. Unter anderem findet man hier auch die Geschichte der Todesstrafe. (http://www.amnesty.ch/de/themen/todesstrafe/info/geschichte-der-todesstrafe)

Die Befürworter stützen sich auf fälschlichen Argumenten, wie zum Beispiel, dass es günstiger wäre. Alle Todesstrafen die es gibt, kosten mehr, als wenn ein Mensch lebenslang im Gefängnis sitzt. Weitere Argumenten gegen die Todesstrafe werden ebenso auf der Homepage von Amnesty International aufgezeigt. Bitte hierzu auf folgenden Link gehen: http://www.amnesty.ch/de/themen/todesstrafe/argumente-gegen-die-todesstrafe 

Dennoch halten immer noch 58 Staaten an diesem Tötungsritual fest!

Bewusst hat John Grisham „Slone“ eine Kleinstadt in East Texas gewählt. „Die Südstaaten bezeichnet man als «Death Belt – Gürtel des Todes». "Denn dort werden durchschnittlich 80 Prozent der Todesurteile im Land vollstreckt. Fast die Hälfte der jährlichen Hinrichtungen gehen auf das Konto von Texas.“ Zitat Amnesty.ch

Texas erlaubt sich sogar, Menschen zum Tode zu verurteilen, ohne das eine Leiche gefunden wird.

 In dieser Geschichte geht es um Donté Drum, der unschuldig im Gefängnis sitzt und Hingerichtet werden soll. Den wahren Mörder lernen wir schon im ersten Kapitel kennen. Es ist der todkranke Sexualstraftäter Travis Boyette, der Reverend Keith Schroeder aufsucht, um sein Geständnis loszuwerden. Und das 4 Tage bevor Donté Drum durch die Todesspritze sterben soll. Auf 525 Seiten (mit Anmerkung 527) durchlebt man die Gefühle von Referend Schroeter, von Dontés Anwalt Robbie Flaks und seiner gesamten, engagierten Kanzlei. Der trauernden, jedoch auch sehr hysterischen Mutter Reeva und deren Familie. Vom Verhalten der Richter, Polizeibeamten, dem Anwalt der für Dontés Anklage verantwortlich ist, Geschworenen, Bürgermeister, vom Gouverneur und dessen Mitarbeitern, von Predigern, von den Menschen die in Slone leben . Man erhält einen Einblick wie sich Donté Drum bedingt durch seine lange Einzelinhaftierung von einem starken, jungen, zukunftsgierigem Mann von 19 nach neun Jahren Gefängnisaufenthalt in ein Wrack verwandelt hat. Man liest von seiner tapferen Mutter Roberta. Und man hofft!

Ebenso zeigt uns John Grisham die verschiedenen Instanzen auf, die ein Todesbeschluss durchläuft und wie Anwälte für ihre Mandanten bis zum letzten Tag kämpfen!

Vor kurzem habe ich selbst noch den Fall Troy Davis in den Medien verfolgt. Man sprach sich stark gegen die Zweifel an seiner Schuld aus. Zeugen widerriefen ihre Aussage. Zehntausende Menschen gingen für Davis auf die Straße.
Er war unschuldig. Und selbst wenn nicht, hat man kein Recht ihm das Leben zu nehmen! Doch er musste sterben.

4 Kunos für eine Thematik, die leider noch aktuell ist!

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