Sonntag, 19. Mai 2013

Der geheime Name - Ach wie gut das niemand weiß...


Der geheime Name

Daniela Winterfeld

erschienen bei Droemer Knaur





"Flucht! Das Wort, das ihr Leben beherrschte, spukte durch Finas Gedanken. Ihre Mutter und sie waren auf der Flucht. Schon seit sie denken konnte. Dennoch hatte sie sich nie daran gewöhnen können. Und jetzt wollte sie sich nicht mehr daran gewöhnen. Ihr Leben musste sich ändern! Sie war erwachsen."

Die achtzehnjährige Fina hatte selten mehr als einen Jahreszeitenwechsel an ein und demselben Ort verbracht. Doch gerade das ist ihr größter Wunsch. Sie möchte endlich das Gefühl von Geborgenheit und einem richtigen zu Hause spüren. Dieses Gefühl bleibt ihr jedoch verwehrt. Mit ihrer Mutter ist Sie seit eh und je auf der Flucht - vor ihrem leiblichen Vater, der ein Stalker ist. Sollte er sie jemals finden, würden beide in großer Gefahr schweben. Doch dieses Lügengebilde stürzt über Nacht ein, als Fina durch Zufall ein heimliches Telefonat ihrer Mutter belauscht und Sie beschattet gelangt ein gut gehütetes Geheimnis an die Oberfläche. Und stellt Finas Welt auf den Kopf.

Sie beschließt zu ihrer Oma zu fliehen, die Sie bislang nur einmal im Leben gesehen hat. Dort wird Sie mit offenen Armen empfangen und lernt auch den geheimnisvollen Mora kennen. Doch damit gerät sie in einen Strudel aus langst vergessenen Forderungen und Versprechen.

Daniela Winterfelds zweiter Fantasyroman basiert auf der Märchenvorlage von "Rumpelstilzchen". Dieses Genre scheint auch Hollywood in letzter Zeit für sich entdeckt zu haben und so laufen in den Kinos Orginialverfilmungen wie "Die zauberhafte Welt von Oz" oder leicht entstellte Filme, wie "Abraham Lincoln - Vampierjäger" und "Hänsel und Gretel - Hexenjäger". Gerade bei dieser abstrakten Darstellung der ehemaligen Geschichte frage ich mich was wir als nächstes zu sehen bekommen. "Steven Hawkins - Alienjäger"?

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und fesselnd. Einen großen Teil der Gesichte erleben wir zusammen mit Fina im Wald und durch die Kraft der Wörter entsteht eine schummrig, schraurige Atmosphäre. 

Der Hauptcharakter Josefina wird als kluge und geduldige Persönlichkeit dargestellt. Gerade deshalb ist es mir negativ aufgefallen, wie stimmungslabil Fina auf viele Situationen reagiert hat. Vor allem am Anfang der Geschichte war Sie sehr weinerlich, was sich zum Glück jedoch im Laufe der Geschichte gebessert hat.

Alles in allem, ein spannendes Märchen dessen Geschehen in die heutige Zeit gelungen eingefädelt wurde.

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